Genuss & lohnende Schlechtwetter-Stopps
Die Elsässer Weinstraße (Route des Vins d'Alsace) zieht sich am Fuß der Vogesen von Marlenheim im Norden bis Thann im Süden durch die Winzerdörfer. Wichtig: Wer fährt, trinkt nicht. Weinproben und Motorrad passen nicht zusammen; Verkostungen gehören ans Ende der Etappe, wenn das Fahrzeug steht und stehen bleibt.
Kulinarisch stehen der Münsterkäse aus dem Munstertal und der Flammkuchen (Tarte flambée) für die Region. Beides gibt es in einfachen Wirtshäusern wie in Winzerstuben.
Bei Regen sind die Museen die beste Wahl. Das Unterlinden-Museum in Colmar zeigt den Isenheimer Altar von Matthias Grünewald. In Mulhouse stehen mit der Cité de l'Automobile (Sammlung Schlumpf mit umfangreichem Bugatti-Bestand) und der Cité du Train zwei der größten technischen Sammlungen Frankreichs. Alle drei sind überdacht und füllen problemlos einen Schlechtwettertag.
Beste Reisezeit, Wetter & Anreise ins Elsass
Die Hauptsaison für Motorradtouren reicht vom Frühjahr bis in den Herbst. Frühling und früher Herbst bieten oft klare Sicht und gemäßigten Verkehr; die Weinorte sind zur Weinlese im Herbst besonders belebt. Im Sommer kann es in der Rheinebene heiß und schwül werden, auf dem Vogesenkamm bleibt es kühler.
Zu beachten: Die Route des Crêtes auf dem Vogesenkamm ist in den Wintermonaten abschnittsweise gesperrt, weil die Höhen als Wintersportgebiet dienen und Schnee liegt. Wer die Kammstraße fahren will, plant sie für die schneefreie Zeit ein und prüft vor der Fahrt den aktuellen Zustand.
Die Anreise aus Deutschland führt über den Rhein, etwa über die Brücken bei Kehl/Straßburg, Breisach oder Chalampé. Der Schwarzwald auf der deutschen Seite lässt sich gut mit einer Elsass-Runde verbinden. Als Standort und Ausgangsbasis eignen sich Straßburg im Norden und Colmar in der Mitte, beide zentral und mit guter Anbindung an die Weinstraße und die Vogesentäler.